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Lichttherapie/Farbtherapie
Farben machen unser Leben nicht nur bunter, Farben beeinflussen auch unsere Gefühle und unser körperliches Empfinden. Licht und Farbe gehören zusammen, denn das Licht besteht aus den Spektralfarben, den Farben des Regenbogens. Farbe wird erst sichtbar, wenn das Licht von Materie reflektiert wird oder durch ein Prisma, wie durch einen Wassertropfen, fällt. Jede Farbe hat eine eigene Wellenlänge, eine elektromagnetische Schwingung. Diese Schwingungen können über die Augen oder über die Haut, unserem größten Organ, vom Körper aufgenommen werden. Die Farbtherapie nutzt die heilende Kraft der Schwingungen und Energiestrahlungen der Farben. Geschichte der Farbtherapie/Lichttherapie Dass Farben auch heilen können, wusste man schon im alten Ägypten. Dort gab es Farbtempel mit Räumen in verschiedenen Farben, in denen Kranke zur Behandlung untergebracht wurden. Auch in anderen Kulturkreisen, zum Beispiel in China, werden seit jeher Farben zur Heilung eingesetzt. Pythagoras, Paracelsus, Goethe oder Steiner - sie alle erweiterten im Laufe der Zeit das antike Wissen über die Auswirkung der Farben auf den Menschen. Der dänische Arzt Niels Ryberg Finsen lieferte mit Lichttherapie spektakuläre Therapieerfolge. Die tödlich verlaufende Hauttuberkulose heilte mir mit Farblich bis hin zur vollständigen Genesung - im Jahr 1903 bekam er dafür den Nobelpreis! Wirkung der Farben Jede Farbe hat eine andere Wellenlänge, eine andere Frequenz, und kann deshalb andere Wirkungen verursachen. Einige Beispiele: Blau - entspricht dem Element Wasser, es symbolisiert Ruhe. Blaues Licht kühlt und ist schmerzlindernd, da es die Blutgefäße zusammenzieht. Es wirkt antiseptisch, blutdrucksenkend und wird zur Behandlung von Entzündungen und Fiebererkrankungen genutzt. Ebenso bei Herzstörungen, entzündlichen Hautprozessen und Sonnenbrand. Blau fordert die Konzentration und wirkt positiv auf das vegetative Nervensystem. Rot - aktiviert, wärmt, manchmal erhitzt es. Bestrahlungen mit Rot fordern die Aktivität, bekämpfen Müdigkeit, fordert die Blutzirkulation und wirkt anregend auf den Stoffwechsel, Haut und Drüsen. Rot steht für die Liebe, aber auch für den Zorn. Gelb - verhilft zu mehr Klarheit und guter Konzentration. Als Sonnenfarbe erhellt Gelb das Gemüt. Es hat einen positiven Einfluss auf die Nerven und wirkt fördernd auf Lymphe, Magen, Darm, Leber, Milz und Blase. Sehr gern wird diese Farbe eingesetzt bei Rheuma, Arthrosen oder Steinbildungen (Verhärtungen, Ablagerungen bzw. Verkalkungen) und Verdauungsproblemen. Grün - als Grundfarbe der Natur, steht für Wachstum, Heilung und Harmonie. Grün ist die Farbe der Balance; entspannt die Augen und den gesamten Körper. Farbbestrahlungen mit Grün beruhigen das gesamte Nervensystem, wirken gegen Anspannungen, Nervosität, Schlafstörungen. Es stärkt Bronchien und Immunsystem, Muskeln und Gewebe regenerieren sich schneller. Grün hilft Mikroorganismen, Krankheitskeime und Bakterien zu zerstören; schafft zerebrales Gleichgewicht Was ist Licht? Je länger die Lichtwelle ist, desto besser kann sie in unsere Haut eindringen. Alle im Bild genannten Strahlen: Gamma-, Röntgen-, UV-Strahlen, Sichtbares Licht, Radar-, TV-, und alle Radiostrahlen sind prinzipiell gleichartige elektromagnetische Wellen. Sie sind so genannte Transversalwellen, d.h. ihr elektrischer und ihr magnetischer Feldvektor schwingen senkrecht zur longitudinalen Ausbreitungsrichtung. Trotz dieser im Prinzip gleichartigen Strahlung verhalten sich z.B. Röntgenstrahlen, UV-Strahlen und sichtbares Licht physiologisch unserem Körper gegenüber unterschiedlich. Dabei spielt die jeweilige Frequenz- und Strahlungsenergie auch eine wesentliche Rolle. Licht ist elektromagnetische Strahlung und für unser Auge sichtbar im Wellenlängenbereich von etwa 400 bis 700 Nanometer. Lichtstrahlung entsteht durch Energieabgabe vieler angeregter Atome. Dabei springen Elektronen aus kernferneren Bahnen auf kernnähere Bahnen zurück, senden je ein Lichtquant aus und werden dadurch energieärmer. Einen solchen Rücksprung bei einem einzelnen Atom bezeichnet man auch als Quantensprung. Er ist eine der kleinsten physikalischen Größen und nicht etwas ganz Großes, wofür das Wort "Quantensprung" umgangssprachlich oft benutzt wird. Ein Lichtquant allein ist so minimal, dass es mit dem Auge nicht wahr genommen werden kann. Erst die Summe sehr vieler Lichtquanten ergibt einen für uns sichtbaren Lichteffekt. Da es eine Menge unterschiedliche Elektronenbahnen gibt, sind die Quantensprünge verschieden von einander. So ist zu erklären, dass Licht der verschiedenen Farben mit verschiedenen Frequenzen entsteht. Ein Nanometer ist 0,000 000 001 Meter. Unterhalb der Wellenlänge von 400 nm, das heißt bei höheren Frequenzen, haben wir UV-(=ultraviolettes) Licht und oberhalb von 700 nm gibt es infrarotes Licht. Dabei ist UV-Licht zwar das energiestärkere als höhere Wellenlängen, aber mit geringerer Eindringtiefe in unsere Haut. |
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